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Tontechnik – Mixing vs Training

Ich habe letztens einen spannenden Beitrag gelesen, in dem hat der Autor zwischen zwei Arten von Mischen unterschieden:

  1. Mischen für ein Ergebnis (Performance)
  2. Mischen um Mischen zu lernen (Training)

Mischen für ein Ergebnis

Ich würde diese Art zu Mischen auch als „Kundenmix“ bezeichnen. Das Ziel ist es hier, mit bewährten Mitteln in der geforderten Zeit das beste Ergebnis zu erzielen. Man kann es damit vergleichen, Ihr spielt bei einem Konzert mit oder nehmt an einem sportlichen Wettkampf teil. Hier werdet Ihr sicherlich keine neuen Tricks ausprobieren, sonst verspielt Ihr Euch oder Ihr verliert. Es gibt kleine Momente, in denen man etwas ausprobieren kann. Aber das sind eher so 2- 3% der Zeit, sonst geht es in die Hose.

Für mich bedeutet das, dass ich mich auf meine goto Effekte beschränke und ich weiß genau, was diese tun. Ich vertraue auf die Basics und experimentiere wenig.

Mischen um Mischen zu lernen

Hier seid Ihr in Eurem Trainingsmodus. Ihr probiert Dinge, die Ihr noch nie gemacht habt oder arbeitet konzentriert an den Basics.
Geht es schief, seid Ihr wieder um eine Erkenntnis reicher. Als Empfehlung gilt auch hier wie im Sport, dass Ihr mit einem Ziel ins Training gehen solltet.

  • „Diesmal probiere ich Plugin/Effekt a, b, & c“
  • „Fokus für diesen Mix, den Bass in den Griff zu bekommen“
  • „Fokus für diesen Mix ist, an meiner Tiefenstaffelung zu arbeiten.“

Ballance und Trennung

Der erste Schritt ist, bewusst zu trennen. Wenn Ihr zu viele Dinge ausprobiert, wenn Ihr eigentlich eine Performance abliefern solltet, werdet Ihr auf Dauer keine Kunden generieren. Der Kunde will Ergebnisse sehen und (zumindest nicht direkt) nicht für Eure Lerneskapaden bezahlen.

Wenn Ihr es schafft zu trennen geht es auch darum, eine Balance zu finden. Das eine Extrem wäre dauerhaft zu lernen. Dann schafft Ihr es aber auch nicht einmal abzuschalten und zu performen. Das andere Extrem wäre derjenige, der soviel im Kundenmodus arbeitet, dass er vergisst sich weiterzubilden und auf Dauer auf der Stelle tritt.

Solltet Ihr noch ganz am Anfang stehen, dann setzt Euch bewusste Ziele für Eure Lernsessions. Die Basics sollten ein Teil jeder Session sein. Aber auch wenn Ihr noch keine Kunden habt, dann versucht einmal in den Performance Modus zu schalten. „Dieser Mix muss bis 21 Uhr im Kasten sein“ und Ihr werdet merken, dass Ihr Euch bewusst begrenzen müsst.

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