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Warum Mastering nicht der Heilige- Gral ist!

Wenn man diverse Foren liest, trifft man immer wieder auf die Fragen „Was ist Mastering?“ oder „Wie mastere ich meinen Song?“. An sich wäre das kein Problem, wenn dieser Schritt nicht als goldene Kuh angesehen würde, um alles gut klingen zu lassen.

Der eigentliche Sinn des Masterings ist die abschließende Qualitätskontrolle und die Politur eines Liedes. Aber mit der Politur macht man aus einem Corsa keinen Maserati.

Mastering macht laut

Ein wichtiger Bestandteil ist es, die Produktion auf ihre Endlautheit zu bringen. Aber auch hier wird der Grundstein im Mix gelegt und zwar über kluge Komprimierung und Limiting in den einzelnen Mixbusses. Nur so kann der Masterlimiter wenig genug arbeiten, um immer noch transparent zu klingen.

Frequenzkurve

Das Mastering hat auch einen Einfluss auf den gesamten Frequenzverlauf eines Songs, also wenn alles ein wenig zu viele Höhen hat und scharf wirkt. Aber auch hier ist es begrenzt, wie viel man auf einmal ändern kann. Normalerweise sprechen wir hier über Änderungen von maximal 0,5 – 1 db. Alles Weitere sind dann doch wieder Mix- Probleme. Das gilt insbesondere, wenn das Schlagzeug zum Beispiel dumpf ist, aber die Stimmen übermäßig hell sind.

Mastering ist wichtig

Mastering ist ein wichtiger Schritt in der Kette, aber nicht der heilige Gral oder das Allheilmittel. Die Priorität für eine gute Aufnahme bleibt für mich immer noch:

  1. Qualität des Songs
  2. Qualität der Produktion / des Arrangements
  3. Qualität der Performance
  4. Qualität der Aufnahme
  5. Qualität des Mixes
  6. Qualität des Masterings

Es macht also keinen Sinn darauf zu setzen, dass Schritt 6 auf einmal alle Probleme löst. Oder wie man so schön in Englisch sagt:“ Garbage in, Gargabe Out“.

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